Schulterschmerzen selbst lösen

Anatomie des Schultergelenks

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Es besteht aus dem Oberarmkopf und der Schulterpfanne. Da der Knochen des Oberarmkopfes wesentlich größer als die Schulterpfanne ist, ist das Schultergelenk besonders beweglich, jedoch auch instabiler und anfälliger für Verletzungen. In einem gesunden Zustand hat es eine Bewegungsfreiheit von 360°. Das hat allerdings auch seine Tücken. Wegen seiner geringen knöchernen Sicherung ist es auch das instabilste Gelenk unseres Körpers. Um das Gelenk zu sichern gibt es die Rotatorenmanschette, einem Verbund aus mehreren Muskeln. 

Die Rotatorenmanschette

Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um eine Gruppe von Muskeln, die den Humerus (Oberarm) mit dem Schulterblatt verbindet. Sie verhindert, dass der Humeruskopf aus der flachen Gelenkpfanne auskugelt. Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln, die neben der Sicherung des Schultergelenks für eine Innen- und Außenrotation des Oberarms zuständig sind.                         

Die vier Muskeln der Rotatorenmanschette (jeweils orange eingefärbt):

​M. Supraspinatus (Innenrotation)

​M. Infraspinatus (Außenrotation)

​M. Teres Minor (Außenrotation)

​M. Subscapularis (Innenrotation)

Ursachen von Schulter​schmerzen

​Es gibt mehrere Ursachen für Schulterschmerzen. Meist handelt es sich dabei um eine Reizung von Sehnen, Bändern oder Kapseln. Eines der häufigsten Beschwerdebilder ist das sogenannte Impingement Syndrom. Beim Impingement Syndrom (Schulterengpass Syndrom) kommt es durch das Anstoßen der Supraspinatussehne am vorderen Rand des Schulterdachs zu einer Enge im Schulterdach. Die Ursache dafür kann eine Dysbalance zwischen Innen- und Außenrotatoren sein. Ein Impingement kann sich aber auch durch eine Rundrückenhaltung bei sitzender Tätigkeit entwickeln. Die Enge im Schulterdach führt im Laufe der Zeit zu einer schmerzhaften Entzündung der Supraspinatussehne. Wenn die Ursachen für die Enge nicht behoben werden, kann diese Entzündung chronisch werden. Die Auswirkungen sind permanente Schmerzen im Schultergelenk und eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit des Oberarms. Überkopfbewegungen sind nur noch unter starken Schmerzen oder gar nicht möglich.

Prävention & Rehabilitation

Um diese​ Schulterschmerzen vorzubeugen beziehungsweise bestehende Probleme zu beheben, sollte das Ziel sein, den Humerus im Schultergelenk zu zentrieren und somit wieder mehr Platz im Schulterdach zu schaffen. Dadurch wird auch die Sehne des M. Supraspinatus entlastet und eine bestehende Entzündung kann abheilen. Am besten erreichst du das, indem du die Rotatorenmanschette gezielt trainierst. Neben der Kräftigung der Rotatorenmanschette solltest du auch die umliegenden Muskeln mobilisieren und dehnen um vorliegende Beweglichkeitseinschränkungen zu beheben und somit den Gleichgewichtszustand im Schultergelenk wieder herzustellen.

​8-Wochen Schulterprogramm

​Um Menschen mit Schulter​schmerzen zu helfen, haben wir ein 8-Wochen-Onlineprogramm zur Kräftigung und Mobilisation der Schulter entwickelt. Es bietet dir einen strukturierten Trainingsplan über 8 Wochen. Alle Übungen werden ausführlich in einzelnen Videos erklärt, sodass du sie gleich selbst umsetzen kannst. Wenn du dich für unser Programm interessierst, dann findest du hier mehr Infos.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere