Körperpflege: Zwei elementare Übungen für deine Gesundheit. Teil 1: Die Hocke.

Du putzt dir doch jeden Tag die Zähne oder? Du wäscht dich, schneidest dir die Nägel und rasierst dich ab und an (Männlein wie Weiblein). All das kann man unter Körperpflege zusammenfassen. Meiner Meinung nach sollte das ganze noch erweitert werden. Es gibt manche Übungen oder nennen wir es eher Bewegungen, die ich als Körperpflege ansehe, die genau wie Zähneputzen ein fester Bestandteil deines Tages werden sollte, da sie einen enormen Mehrwert für deine Gesundheit bieten.

In diesem Beitrag beginne ich mit der tiefen Hocke. Die tiefe Hocke ist die natürliche Ruheposition des Menschen. Sieh dir kleine Kinder an. Wenn sie vom Spielen eine Pause brauchen oder auf etwas warten, gehen sie intuitiv in die Hocke. Auch in östlichen Kulturen und Naturvölkern ist dies nach wie vor die natürliche Ruheposition. Nur wir in unseren „zivilisierten“ Gesellschaft haben beschlossen, dass wir Stühle brauchen, auf die wir uns sitzen können, da das Sitzen ja so toll für unseren Körper ist.

Welche Effekte hat das Hocken?

Naja da gibt es einige positive Folgen von regelmäßigem Hocken:

Die Beweglichkeit deines Sprunggelenks, der Knie und Hüfte verbessern sich. Durch die komplette Beugung des Knie-und Hüftgelenks werden die Knorpelflächen auch in den Randgebieten belastet. Das hat zwei positive Effekte: Stell die einen Knorpel wie einen Schwamm vor, wenn du nun in die Hocke gehst und Druck auf die Gelenke kommt, werden die Knorpel wie ein Schwann ausgepresst, alte Gelenkflüssigkeit wird ausgeschwemmt. Stehst du anschließend auf, saugt sich dieser Schwamm mit neuer nährstoffreicher Gelenkflüssigkeit auf und wird besser versorgt. Zum anderen steigt die Belastbarkeit der Knorpelflächen, vor allem, wenn auch die Randbereiche, die nur in vollständiger Beugung erreicht werden, belastet werden. Durch das komplette Anwinkeln kommt es zudem zu einem vorübergehenden Blutstau in den unteren Extremitäten. Das veranlasst deinen Körper dazu, neue kleine Blutgefäße zu bilden, ​Kapillare genannt. So führt regelmäßiges Hocken zu einer Verbesserten Durchblutung deiner Beine. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass deine Wirbelsäule gestreckt und somit entlastet wird. Auch deine inneren Organe profitieren. Durch die Hockposition haben sie mehr Platz und werden entlastet, die Verdauung verbessert sich. Also wenn das nicht genügend Gründe sind, sich die Hocke wiederzuholen, dann weiß ich es auch nicht mehr.

Wie wird´s gemacht?

Du versuchst, so tief wie möglich zu gehen, am besten bis das Knie komplett angewinkelt ist. Der Abstand deiner Beine ist erstmal nebensächlich. Beginne mit einem hüft- bis schulterbeiten Stand. Achte darauf, dass deine Füße immer komplett am Boden sind und du die Fersen nicht anhebst. Am Anfang sind leichte Schmerzen in der Hüftbeuge, den Knien und dem Sprunggelenk durchaus möglich. Lass dich nicht davon abhalten, die Beschwerden werden bei regelmäßiger Ausführung schnell leichter. 

Die folgenden Bilder sollen veranschaulichen, wie das ganze mal aussehen soll. Wenn du noch nicht so weit runter kommst, arbeite regelmäßig daran und du wirst bald Fortschritte feststellen.

Wie beginnt man am besten?

Hier empfehle ich die Hocke Challange von Ido Portal, einem Vorreiter und der Instanz in Sachen Gesundheit und Bewegung. Wenn du mehr über diese Person erfahren willst solltest du dir diesen Film ansehen. Aber das nur am Rande.

Zurück zur Challange. Ziel ist es, 30 Tage jeweils 30 Minuten am Tag zu hocken. Nicht am Stück, sondern über den Tag verteilt. Bei jeder Gelegenheit. Wenn du Zähne putzt, wenn du auf den Bus wartest, wenn du deine Netflixserie schaust. Aber das sieht doch bekloppt aus, was sollen die Leute denken! Scheiß drauf! Mach dir weniger Gedanken darum, was andere Leute von dir denken und mehr darüber, was du für dich und deine Gesundheit machen kannst!

Am Anfang wirst du die Position, je nachdem wie steif du bereits bist, nicht lange halten können. Schmerzen in der Hüfte, den Knien und dem Sprunggelenk werden auftreten. Hat sich dein Körper erst an diese Position gewöhnt, gehören die Schmerzen der Vergangenheit an. Lass dich von all dem nicht abhalten und zieh es durch, die Benefits sind enorm. Hier nochmal zusammengefasst:

  • Verbesserte Beweglichkeit in Sprunggelenk, Knie und Hüfte
  • Verbesserte Versorgung der Knorpelflächen
  • Verbesserte Durchblutung der Beine
  • Widerstandsfähigere Gelenke
  • Entlastung der inneren Organe
  • Entlastung der Wirbelsäule
  • Verbesserte Verdauung

Also fang heute an! Integriere das Hocken in deinen Alltag. Fordere deine Freunde heraus, mitzumachen. Dokumentiere deine Fortschritte. Gerne auch hier in den Kommentaren oder auf unserer Facebookseite.

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